Prinzip der Blindprobe

Die Blindprobe stellt sicher, dass qualitative Analysemethoden mit den zur Verwendung gedachten Chemikalien und Geräten funktionstüchtig sind. Dabei wird bei einer positiven Blindprobe mit einer Probe gearbeitet, der eine definierte Menge des nachzuweisenden Stoffes zugesetzt wird. Sie muss also positiv reagieren, sonst ist das Nachweisverfahren fehlerhaft, z.B. durch überalterte Chemikalien oder defekte Geräte. Anders herum wird bei der negativen Blindprobe nur mit den Stammlösungen und destilliertem Wasser bzw. einer Probe gearbeitet, die frei von der nachzuweisenden Substanz ist. Auf diese Weise wird ausgeschlossen, dass Geräte oder verwendete Chemikalien verunreinigt sind und trotz Abwesenheit der Substanz einen Nachweis (= falsch positives Ergebnis) anzeigen.

Erst beide Blindproben zusammen (= doppelte Blindproben) können sicherstellen, dass das verwendete Verfahren fehlerfrei abläuft und einen Stoff sicher nachweisen kann.